Für meine ärztliche / zahnärztliche Tätigkeit gilt folgender von mir erstellter

Ehrenkodex

Mit Zitaten Aus dem Hippokratischen Eid, der DEKLARATION VON GENF des WELTÄRZTEBUNDs, des ERSTEn entwurfs einer BERUFSORDNUNG FÜR ZAHNÄRZTE IN DER EUROPÄISCHEN UNION (fÜr CED-mitglieder – 12.02.2007) Die Zitate sind nicht immer Kenntlich gemacht.

 Gliederung

  

1        Verpflichtung gegenüber den Patienten. 2

1.1            Allgemein  2

1.2            Aufklärung  2

1.3            Überweisungen. 3

1.4            Dokumentationspflicht 4

1.5            Schweigepflicht / Datensicherheit 4

2        Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit 5

3        Berufsausübung. 5

3.1            Fortbildung  5

3.2            Freiberufliche Zahnarztpraxis  6

3.3            Selbstverwaltung  6

3.4            Gesetze, Verordnungen und  Vorschriften  6

3.5            Verpflichtung gegenüber Kolleginnen und Kollegen. 7

3.6            Zurückhaltung bei Werbung. 7

4        Zusammenfassung. 7

5      Quellen. 7

 1       Verpflichtung gegenüber den Patienten

1.1    Allgemein

Die Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.[1] [2]  [3]

Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch soziale Stellung, Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse oder sexuelle Orientierung. Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.[4]

 

1.2    Aufklärung

Ich versuche stets im wohlverstandenen Interesse des Patienten zu handeln[5] [6] [7] [8],

Ich bemühe mich meinen Patienten in die Lage zu versetzen, auf der Grundlage ausreichender Informationen frei entscheiden können, ob er der geplanten Behandlung zustimmt oder nicht. Ich kläre meine Patienten umfassend und verständlich über das medizinisch Erforderliche und das medizinisch Mögliche auf, verordne eine Behandlung oder schlage die vor, die aus zahnmedizinischen Gründen geboten erscheint und den Bedürfnissen des Patienten entspricht.[9] Ich lasse mich bei Therapievorschlägen nicht von kommerziellen Erwägungen oder äußeren Einflüssen leiten[10].   

Ich informiere die Patienten über Behandlungsrisiken, etwaige Komplikationen oder eine fehlgeschlagene Behandlung und erörtert die Optionen für die Lösung solcher Probleme und betrachte mich als Anwalt des Patienten.

 

1.3        Überweisungen

Ich werde mich nach Kräften bemühen, einem Patienten die Möglichkeit zu geben, sich von einem anderen Arzt behandeln zu lassen, falls die nachgesuchte Behandlung für den Patienten zu einem Konflikt mit moralischen oder religiösen Überzeugungen führt, oder falls die Arzt-Patienten-Beziehung so gestört ist, dass eine Fortsetzung der Behandlung nicht möglich ist oder nicht geboten erscheint. [11]
Ich übernehme nur solche Behandlungen, die er/sie unter Einhaltung eines befriedigenden Standards zu Ende führen kann, und überweise einen Patienten weiter, wenn eine empfohlene Behandlung meine fachliche Kompetenz überschreitet.

Als Spezialist verpflichte ich mich, nur die zur Überweisung führende Behandlung durchzuführen und den Patienten dann unaufgefordert zur Weiterbehandlung zum Überweiser zurück zu schicken.

 

Ich respektiere das Beschwerderecht des Patienten. Ich werde auf die Angelegenheit unverzüglich, aktiv und offen zu reagieren und werde versuchen, sie im wohlverstandenen Interesse des Patienten zu lösen und befolge in Bezug auf das Verhalten bei Beschwerden die nationalen Verfahren zum Schutz der Allgemeinheit.

Ich bin durch eine Berufshaftpflichtversicherung gegen Haftpflichtansprüche aus meiner beruflichen Tätigkeit abgesichert.

 

1.4        Dokumentationspflicht

Ich stelle sicher, dass genaue, umfassende und sachbezogene zahnmedizinische Aufzeichnungen geführt werden.

 

1.5        Schweigepflicht / Datensicherheit

„Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als Geheimnis betrachten.“[12]  Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.“[13] [14]

Patienten haben das Recht, selbst zu bestimmen, wer Zugang zu ihren Gesundheitsinformationen haben soll oder wem gegenüber diese offen gelegt werden, indem sie einer solchen Offenlegung zustimmen bzw. ihre Zustimmung verweigern oder entziehen;[15]

Patientendaten dürfen nur dann an Dritte weitergegeben werden, wenn dies durch die Zustimmung des Patienten gerechtfertigt oder kraft gesetzlicher Vorschriften erforderlich ist. [16]


2       Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit

Mein Auftrag als Mitglied des zahnärztlichen Berufsstandes besteht darin,  
mein besonderes fachliches Wissen und Können und meine Befähigungen in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und die Zahn- und Mundgesundheit als Teil der allgemeinen Gesundheitspflege zu fördern und dazu beizutragen, einen dem Grundsatz der Gleichheit entsprechenden Zugang zur zahnärztlichen Versorgung sicherzustellen.

Ich habe die Pflicht bei der Ausübung meiner Tätigkeit gemäß den höchsten Standards der Unabhängigkeit, Objektivität, der ärztlichen Verschwiegenheit, Integrität, Kompetenz und Professionalität zu handeln.[17]

 

3       Berufsausübung

3.1    Fortbildung[18]

Meinen Beruf übe ich unter Beachtung fundierter Regeln der zahnärztlichen Wissenschaft und einer evidenzbasierten Zahnheilkunde aus und sorge dafür, dass mein fachliches Wissen und Können im Laufe meiner gesamten beruflichen Laufbahn auf der Höhe der Zeit bleibt, so dass die Qualität der Patientenversorgung sichergestellt ist.[19]

 

3.2    Freiberufliche Zahnarztpraxis[20]

Ich übernehme die Leitung des Praxisteams und die Verantwortung für die Zahnarztpraxis.[21]
Ich unterstütze die einzelnen Team-Mitglieder und stelle sicher, dass sie über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die erforderlich sind, um ihre Aufgaben effektiv und effizient zu erfüllen, und dass sie ihre Arbeit unter strenger Einhaltung der für ihre Tätigkeit maßgeblichen nationalen Rechtsvorschriften verrichten;

Ich beschäftige nur Personen und arbeite nur mit Personen zusammen, die ihrer Tätigkeit legal nachgehen.

 

3.3    Selbstverwaltung

Meine berechtigten Interessen vertrete ich mit Berufskollegen/innen gemeinsam nach innen und außen, wähle geeignete Vertreter und nutze eine von allen Berufskollegen/innen gemeinsam aufgebaute Selbstverwaltung.

3.4    Gesetze, Verordnungen und  Vorschriften

Die Gesetze, Verordnungen und  Vorschriften des Staates, seiner Organe und der Selbstverwaltung werden von mir befolgt und mit Inhalt erfüllt.

Ich achte in meiner Praxis zum Schutz meiner Patienten, meiner Mitarbeiter, meiner Familie und mir auf kompromisslose Hygiene.

Aufgabe des Staates und seiner Organe sind die Kontrolle und Aufsicht des Gesundheitswesens.

3.5    Verpflichtung gegenüber Kolleginnen und Kollegen[22]

Ich handele höflich, aufrichtig und integer in professionellen Beziehungen und setze das fachliche Können oder die beruflichen Qualifikationen von Kollegen nicht herab[23], arbeite mit Kollegen zusammen, gebe mein Wissen weiter und respektiere abweichende fachliche Meinungen;

Dabei respektiere ich das Beschwerderecht des Patienten. Ich reagiere unverzüglich, aktiv und offen auf die Beschwerden und werde versuchen, sie im wohlverstandenen Interesse des Patienten zu lösen; ich befolge in Bezug auf das Verhalten bei Beschwerden die nationalen Verfahren zum Schutz der Allgemeinheit.

3.6   Zurückhaltung bei Werbung

Ich ergreife keine marktschreierischen, anpreisenden oder andere unangemessene Werbemaßnahmen für mich und meine Praxis. Im Umgang mit Medien jeglicher Art übe ich Zurückhaltung.

4       Zusammenfassung

Mein Leben stelle ich  in den Dienst der Menschlichkeit. Meinen Beruf übe ich  mit Gewissenhaftigkeit und Würde aus.

 

 

 

5       Quellen

Eid des Hippokrates: http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates /16.06.2007 19:50:59

Genfer Deklaration des Weltärztebundes: http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Genf.pdf 17.06.2007 17:31:05

BERUFSORDNUNG FÜR ZAHNÄRZTE IN DER EUROPÄISCHEN UNION ERSTEr Entwurf fÜr CED-mitglieder – 12.02.2007

Die 9 Gebote der Hamburger Zahnärzteschaft (Arbeitsgruppe der ZÄK-HH)


[1] ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

[2] Ich schütze die Gesundheit meiner Patienten und diskriminiere weder einzelne Patienten noch Patientengruppen.

[3]Würde des Patienten: Ich respektiere die Würde, die Autonomie und die Entscheidungen des Patienten und achte das Prinzip der freien Arztwahl durch den Patienten.

[4] ZItat Aus der DEKLARATION VON GENF

[5] ich versuche aufrichtig, anständig und unparteiisch zu sein und dem mir entgegengebrachten Vertrauen zu entsprechen.

[6] die allgemein anerkannten zahnmedizinischen Behandlungsstandards anzuwenden,

[7] Das Vertrauen des Patienten missbrauche ich nicht;
Ich sorge dafür, dass die Erwartungen des Patienten bezüglich des Behandlungsergebnisses realistisch sind

[8] „Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung..“ ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

„Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.“ ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

[9] Hierzu gehören Informationen über die vorgeschlagene Behandlung, andere Behandlungsoptionen und die mit der Behandlung verbundenen Risiken sowie Angaben zu den Kosten; [9]

[10] Die Bedeutung der ZahnMedizin für den Gesamtorganismus stelle ich stets in den Vordergrund und kläre meine Patienten entsprechend auf. (Ästhetik und „Zahnwellness“ sind erfreuliche Trends zur Steigerung des Gesundheitsbewusstseins,  bilden aber nicht den Kern der ZahnMedizin). Meinen gesetzlich versicherten Patienten erläutere ich sowohl  die Regelleistungen als auch Alternativen bzw. Ergänzungen dazu.

[11] ich trage zur Sicherstellung der Behandlungskontinuität bei, falls die Behandlung eines Patienten aus irgendeinem Grund nicht fortgesetzt werden kann;

[12] ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

[13] ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

[14] Ich erkenne die folgenden Grundprinzipien der Schweigepflicht im Gesundheitswesen an:

Ø       Patienten haben ein Grundrecht auf die Geheimhaltung ihrer Gesundheitsinformationen.

Ø       Das Praxispersonal ist über die Notwendigkeit zur Geheimhaltung von Patientendaten belehrt. 

Ø       Die Erlangung und Verarbeitung der Daten hat im Einklang mit Datenschutzprinzipien und nach dem Grundsatz der Redlichkeit und Rechtmäßigkeit zu erfolgen und hat genau bestimmten, eindeutigen und rechtmäßigen Zwecken zu dienen.

Ø       Die Sicherheit aller Patientendaten muss gewährleistet sein. Bei der elektronischen Speicherung von Daten sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass während der elektronischen Datenübertragung oder der Fernwartung des Systems Unbefugte, die sich außerhalb der Geschäftsräume aufhalten, auf die Daten zugreifen können.

 

[15] Eine Offenlegung von vertraulichen Informationen ohne Zustimmung des Patienten muss grundsätzlich durch Notwendigkeit, Verhältnismäßigkeit und durch Risiken für die behandelnden Personen gerechtfertigt sein.

[16] Daten, die an Dritte weitergegeben werden, sind in den Aufzeichnungen als solche zu kennzeichnen.

 

[17] ich befolge nationale Rechtsvorschriften und die Gebote der Ethik, die für die Ausübung des Zahnarztberufes, das Führen von Titeln und Berufsbezeichnungen und die Niederlassung als Zahnarzt maßgeblich sind. Ich respektiere lokale und regionale Unterschiede.

Mit Bezug auf die berufliche Kommunikation unter Nutzung moderner Medien der Informationsgesellschaft handele ich im Einklang mit nationalen und auf EU-Ebene geltenden Rechtsvorschriften sowie mit allen sich hieraus ergebenden nationalen Berufsordnungen.

[18] „Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten“

[19] ständige Fortbildung – auch über das gesetzlich geforderte Maß hinaus – ist für mich selbstverständlich.

[20] Die eigentümergeführte Praxis ist für mich und meine Patienten die Praxisform, die der Zahnheilkunde am gerechtesten wird. Kettenpraxen und Gesundheitsfabriken lehne ich ab. Ich nehme an so genannten „Einkaufsmodellen“ gesetzlicher oder privater  Krankenversicherer nicht teil, da ich so die Einheit der Zahnärzteschaft unterminiere und . Billigmedizin, Dumpingpreisen und Qualitätsverfall Vorschub leiste.

[21] Ich unterschreite bei den Gehältern meiner Mitarbeiter die geltenden Tarife nicht, fördere ihre  Aus- und Fortbildung und verhalte mich gegenüber  meinen Mitarbeitern  stets fair und kollegial.

 

[22] „Ich werde meinen Lehrern die Achtung und Dankbarkeit erweisen, die ihnen gebührt.“

„Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein.“ ZItat Aus dem Hippokratischen Eid

[23] Ich verhalte mich stets kollegial und lasse weder direkt noch indirekt negative Äußerungen über Kolleginnen und Kollegen oder deren Arbeiten  verlauten.