Geschichte des Stadtteils Winterhude

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Im Jahre 1250 erscheint der Name "Winterhude" erstmalig in der Geschichte. Der Name bezeichnete ein holsteinisches Dorf  im Eigentum der holsteinischen Grafen von Schauenburg. Die Verwaltung wurde von einem Vogt wahrgenommen, der sicherlich seinen Sitz in Eppendorf, der alten Dingstätte, hatte. Flurforschungen zufolge dürfte Winterhude damals schon einige Jahrhunderte lang bestanden haben. Für die Anlage der Siedlungsplätze war wohl die topographische Situation am Rande der Alsterniederung auf der leicht abfallenden trockenen Geest entscheidend. (D)

Das Wiesenufer an der Alster, heute gegenüber der Eppendorfer Kirche, war eine Stelle, an der die Kähne im Winter auf das Land gezogen wurden, um diese vor den Unbilden der Witterung und dem Eis zu sichern. Der Bergungsplatz wurde "Hude" genannt und da er für den Winter bestimmt war, "Winter-Hude".

Am 1. Juni des Jahres 1250 vermachten die jungen gräflichen Brüder, Johann und Gerhard von Schauenburg, nach dem Willen und im Beisein ihres frommen Vaters, Adolph IV., des Siegers von Bornhövd, der schon 17 Jahre lang die Mönchskutte trug, dem Priester der Siechen zu St. Georg vor Hamburg eine Kornernte von jährlich 14 Borchschiepel  (Scheffel) Roggen aus den Bauernhöfen des Dorfes Winterhude. Die vier Höfe lagen in einer Reihe an der Südseite der heutigen Barmbeker Straße , vom Einbiegen in den Winterhuder Marktplatz bis zur Dorotheeenstraße. Anfang des 14. Jahrhunderts , noch vor 1317, kamen zu dem alten Dorf zwei Höfe dazu.

Die Schauenburger übertrugen Winterhude als Lehnbesitz der Ritterfamilie Stake, einer holsteinischen Ritterfamilie, deren Verdienste als Ministeriale durch das Lehen belohnt wurde. Für die Winterhuder bedeutete das eine Einschränkung ihrer Sicherheit und eine Gefahr für viele ihrer Freiheiten. Sie hatten das rechtliche, auf das Gesamtwohl gerichtete Denken der Schauenburger gegen das unbestimmte Wohlwollen einer kleinen Ritterfamilie eintauschen müssen. 

Der 29. August 1323 ist der eigentliche Geburtstag des Stadtteils Winterhude. Die Stakes waren in Geldnot und verpfändeten ihr Dorf einem angesehenen Bürger der Stadt Hamburg, Johann von dem Berge. Die Grafen - oberste Landesherren - genehmigten den Pfandverkauf. Die Ritter Stake lösten das Dorf nie wieder ein und Winterhude lieferte seine Abgaben jetzt dem Bürger von dem Berge, der nun auch die niedere Gerichtsbarkeit ausübte Winterhude war nun in die große Territorialpolitik Hamburgs geraten. 

Vor 1347 entstand aus Teilen der zwei Neuhöfe ein weiterer siebter Hof. Diese drei "Nordhöfe" lagen mit ihren Hofplätzen im Anschluss an die alten vier Höfe an der Hudtwalckerstraße, bis kurz vor dem Alstersumpf, Ecke Sierichstraße. So war denn Winterhude ein Siebenhufendorf, und das ist es geblieben durch all die Jahrhunderte bis zur Stadtwerdung.

Im Jahre 1347 übergab der Bürgermeister dem Daniel von dem Berge die Dörfer Winterhude, Ohlsdorf, Steilshoop, Farmsen und Schmachthagen offiziell als festes Eigentum, mit aller, auch der höchsten Gerichtsbarkeit. Von nun an waren die Schauenburger nur noch oberste Landesherren. Der Bürgermeister hatte einen kleinen Staat gebildet, in dem die Bauern gut lebten. Ihre Beziehungen zu dem großen Markt Hamburgs, der Quelle ihres Wohlstandes, wurde immer besser. (rag)

Aber auch Schattenseiten hatte die enge Bindung zu Hamburg. Die Hamburger gerieten in eine Fehde mit dem lauenburgischen Ritter Scharpenberg. Die feste Burg Linau der Lauenburger wurde von ihnen zerstört. Durch diese Tat beschworen sie einen Kriegszug der Adeligen herauf, die zutiefst gekränkt waren. Diesen Streitigkeiten fielen im Jahre 1350 die Dörfer der De Montes (von dem Berge) zum Opfer. Auch Winterhude ging in Rauch und Flammen auf. Alles Vieh wurde abgetrieben, damit es nicht in die Flammen geriet.

Im Jahre 1356 starb Daniel von dem Berge - er hinterließ keine Kinder. Zu dieser Zeit war die Stadt Hamburg noch nicht wirklicher Besitzer der Dörfer. Man dachte damals streng kapitalistisch. Das Erbe des Daniel von dem Berge, sein gesamter Hausstand, wurde unter den Erben aufgeteilt. Im Jahre 1357 gelangte Winterhude dadurch an seine Witwe und weiter an den Bürger und Kaufmann Heino mit dem Bogen. Dessen Witwe wiederum verkaufte 1365  Winterhude für 140 Mark Pfennige an das Nonnenkloster Herwardeshude (Harvestehude). 

Am 4. 2. 1365 wird Winterhude für 140 Mark Hamburger Pfennige an das Kloster Harvestehude verkauft. (A)

Als Winterhude 1365 unter den Krummstab von Harvestehude kam, waren die schlimmsten Nöte der Fehde mit den Lauenburgern überwunden. Das Kloster hatte zu der Zeit eine merkwürdige Zwitterstellung zwischen Hamburg und Schauenburg. Da die Aufsichtsposten des Klosters stets durch Hamburger Bürger erfüllt wurden, blieb Winterhude unter hamburgischem Einfluss und ging - ohne offizielle Rechtstitel - in hamburgischen Besitz über. 

Als der Protestantismus in Hamburg seinen Einzug hielt, leisteten die Nonnen zu Harvestehude erheblichen Widerstand. Diesen Widerstand suchte man zu brechen, denn das Kloster wurde im Jahre 1530 bis auf die Grundmauern zerstört. Winterhude wurde 1530 infolge der Reformation dem St. Johanniskloster (damals am Rathausmarkt) überlassen, der lutherischen Stiftung wohlanständiger Bürgerstöchter. Es folgten unruhige Jahrhunderte. Es kommt Ostern 1571 sogar zu einer "Schlacht an der Osterbek" gegen die Barmbeker, die einen Teil des Winterhuder Gebietes beanspruchen.

1589 Karte von Jordan

Im Klosterarchiv fand Clasen ein Steuerregister aus dem Jahr 1709, das alle Personen des Klostergebietes mit Namen und Abgaben erfasst. Danach hatte Winterhude genau 100 Einwohner. Davon saß die Hälfte auf den 7 Vollhöfen:

13 Eltern, 13 Altenteiler, 25 Kinder, Knechte und Mägde

der erste Brinksitzer, Siebert Bleckwedel, als Grundbesitzer, der Alsterfischer mit 5 Personen

1 Schuster, 1 Leineweber, 1 Dachdecker, Arbeitsleute und Tagelöhner, die als Häusler in den Katen und Scheunen der Bauern wohnen und 

die beiden Viehhirten, die in der dorfeigenen Hirtenkate auf dem Dorfplatz wohnen.

Alle Knechte und Mägde sind dorffremd und nicht Abkömmlinge von Bauern. 

Die Vermietung der Katen stellt sowohl für die Bauern aber auch die Brinksitzer eine wichtige Einnahmequelle dar. Die Brinksitzer erlangen hierdurch Kapital zur Vergrößerung ihrer Gewerbe- und Handwerksbetriebe: Milcher, Dachdecker, Schuster, Zimmerleute und später auch die ersten Bleicher. Dies führt zum Bau weiterer langgestreckter Querhäuser in den Gärten hinter den Katen.

Von den Höfen wurden in den Jahren 1714 bis 1740 und dann noch einmal 1785 insgesamt fünf Brinksitze abgetrennt. (Brinksitz = kleine Katenstelle ohne Land)

Die Bauern lehnen sich gegen die Klosterherrschaft auf, ein 1768 begonnener Prozess endet erst 1831, als Winterhude der neu begründeten Landherrenschaft der Geestlande unterstellt wird.

 1789 wird berichtet, dass Winterhude von 7 vollen Bauern, 25 Häuslingen und 5 Brinksitzen bewohnt wurde. Es waren 23 Feuerstellen vorhnden.

Am 20. Juni 1803 kommt Alsterdorf mit seinen 12o Bewohnern, das bis dahin zu Dänemark gehörte und dem  holsteinschen Amt Trittau unterstand, an das Kloster St. Johannis in Hamburg. Das Kloster gibt dafür aus altem Besitz das Dorf Bilsen bei Quickborn (An den Tausch erinnert die Benennung der Bilser Straße).  

1811 leben im Dorf 242 Personen, 131 männlich, 111 weiblich

7 Hufner mit Familien, Altenteilern und 20 Tagelöhnern, 3 Schuster, 2 Schneider, 1 Zimmergeselle, 2 Dachdecker, 1 Hirte, 1 Gärtner und 10 Milcher (WBV 19 S.7 ff. Milchhändler) 

Die Winterhuder Feldflur, das alte Bauernland nördlich des Dorfplatzes  ist in Gewanne aufgeteilt. 1830 wird die Flur neu geordnet, die Verteilung der Gemeinweide an die sieben Vollbauern wird realisiert. lt. Armin Clasen wohl erst 1854.

1810 lebten in Winterhude 238, 
1834: 325 und 
1838: 380 Einwohner.
Winterhude, Karte von 1775 (230218 Byte)
Plan von Winterhude 1775, entnommen aus: Alter/Lachmund: "Winterhude", (1978) Hans Christians Verlag

 

Am 22. Oktober 1830 kommt Alsterdorf und 1831 kommt Winterhude an die Landherrenschaft Geestlande und wird Vogtei.(A) oder:

1832 kommen die gesamten Ländereien des Klosters St. Johannis an die Stadt Hamburg, Winterhude wird Vogtei innerhalb der Landesherrschaft der Geestlande.

Am 30. 10. 1839 erwirbt der Goldschmied Johann Friedrich Bernhard Sierich einen der sieben Bauernhöfe von Winterhude. Seine erweiterten Ländereien hinterläßt er 1850 seinem Sohn Adolph, der etwa 20 Jahre später dank geschickter Bodenspekulation halb Winterhude besitzt.

Die erste Fahrbrücke von Winterhude nach Eppendorf  wird 1841 dem Verkehr übergeben.

1841 erhält Winterhude der erste Krämer sein Privileg

1842 Hamburger Brand

In Winterhude werden die ersten Bauplätze an Handwerker und Arbeitsleute vergeben. In den folgenden Jahren siedeln sich immer mehr Handwerker und Gewerbetreibende in Winterhude an. Der bisher rein dörfliche Charakter wird nach und nach durch (vor-) städtische Elemente ergänzt, vor allem im Gebiet östlich und nördlich des heutigen Winterhuder Marktplatzes. (D) 1842 entstehen die ersten Häuser im "Jammer" an der Alsterdorfer Straße, 1843 am Dorfplatz, 1847 an der Ohlsdorfer Straße, 1851 an der Dorotheenstraße und 1854 an der Ulmenstraße. (WBV 16, S. 14)

1847 der erste Schmied in Winterhude

Die weitere Dorfentwicklung wird durch zwei sehr unterschiedliche Personen bestimmt, die als risikofreudige Unternehmer für den Veränderung des Dorfes zu einem dichtbebauten Stadtteil verantwortlich sind und nach denen Straßen benannt sind: Gertig und Sierich. Der Name Julius Gertig steht für Bodenspekulation und rastlosen Unternehmensgeist. Der Lotterie-Kollekteur und erfolgreiche Bodenspekulant Gertig kauft 1854 das Gehöft Mühlenkamp, 1857 an der neu entstandenen Ulmenstraße die Äcker der Höfe 5 und 6, parzelliert sie und verkauft Bauplätze (acht Grundstücke an Bleicher). Der östliche Teil von Winterhude um den Mühlenkamp wurde durch Gertigs Einfluss eine Gegend mit lauten verunreinigenden Fabriken, Arbeitervierteln mit Wohnsilos und vielen Wirtshäusern.

Einer der Hufner des Dorfes Winterhude, Adolph Sierich, ein Enkel eines Hamburger Goldschmiedes brachte ein Riesenareal des Landes unter seine Aufsicht und ließ sich Zeit dieses ohne Zwischenhändler baureif zu machen. Durch ihn nahm der Dorfkern und der nördliche und westliche Teil Winterhudes einen anderen Weg.

Ab etwa 1850 stellen die Bleicher die größte Gruppe der Neu-Winterhuder. Sie bestimmen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Bild des Ortes.

1. 8. 1852 Einrichtung der Landpost in Eppendorf, Landzustellung nach Winterhude

1859 fährt der erste Alsterdampfer, Verbindung mit der Stadt

1860 Aufhebung der Torsperre in Hamburg

1860 erhält der erste Bäcker (in der Ulmenstraße) eine Konzession für Winterhude

Die Entwicklung im Bereich der Alsterdorfer Straße:

Jürgen Heinrich Schilling, Sohn eines Eppendorfer Schiffers und einer Winterhuderin erwirbt 1862 große Teile des Ackers Lattenkamp zwischen Alsterdorfer Straße und dem heutigen Lattenkamp, zusammen über 600 Quadratruthen ( 1 Quadratruthe (QR) = 20,98 qm), von den Höfen 1 und 3 und nennt sich seitdem Landmann. Der karge Sandboden hat nur geringen landwirtschaftlichen Nutzen. Schilling teilt die Fläche und verkauft sechs Grundstücke in der Zeit zwischen 1872 und 1876 an die Bleicher Mieck, Hehl und Diers, das siebte behält er selbst. 

Um 1860 wird auf dem heutigen Grundstück Alsterdorfer Straße 81 A + B eine Gastwirtschaft mit Destille errichtet.

1863 alle Straßen und Wege in Winterhude erhalten Namen

1865 wird das Winterhuder Fährhaus eröffnet

Aus der Vogtei Winterhude wird 1871 / 74 ein Vorort, nicht mehr Landgemeinde, aber auch kein Stadtteil.

1872 Winterhuder Bürgerverein wird im Winterhuder Fährhaus gegründet.

1874 Eisenindustrie am Osterbek und auf dem Krohnskamp

Auf Grund ständig wachsender Einwohnerzahlen wird Winterhude 1874 Vorort von Hamburg

1875 wird die erste Polizeiwache in Winterhude eingerichtet

Am 1. Juli 1877 wird der Zentralfriedhof Ohlsdorf für Beisetzungen freigegeben. Verkehrsverbindungen in Richtung Ohlsdorf gewinnen an Bedeutung.

1878 wird die Fahrbrücke zwischen Winterhude und Eppendorf erneuert, sie erhält steinerne Pfeiler und Landfesten, der Überbau bleibt aus Holz. 

1880 lässt sich der erste Arzt in Winterhude nieder

1880 Brauerei und chemische Betriebe mit der Folge von Bau von Wohnblöcken zur Unterbringung der Arbeitskräfte

Am 24. 7. 1880 fährt die erste Pferdebahn von Winterhude zur Stadt

1. 11. 1881 wird in  im Bauernhaus von Claus Ellerbrock, Alsterdorfer Straße 234 ein Nebenzollamt eingerichtet. Die aus Hamburg heimwärts kommenden Alsterdorfer mussten für mitgebrachte Genussmittel eine Abgabe entrichten. Die Hamburger Wirtshäuser an der Zollgrenze hatten eine gute Zeit - auch Brabant - das an der Alsterdorfer Straße 81 A.

1886 am Voßberg erste Knabenschule

Bis 15. 10. 1888 holsteinsches Zollamt Alsterdorfer Straße 234 (seit 1. 11. 1881 im Bauernhaus von Claus Ellerbrock) Der Beitritt Hamburgs zum deutschen Zollgebiet.

1892 Cholerajahr., in Winterhude erkranken 189 Menschen, von denen 114 sterben

1892 2. Gebäude am Voßberg für Mädchen

1893 Armenarzt in Winterhude

Winterhude wird 1894 Stadtteil Hamburgs

Ab 12. 5. 1895 fährt die "Elektrische" von Winterhude in die Innenstadt, ab 28. 3. 1896 nach Ohlsdorf zweigleisig

1896 in Winterhude Ecke Dorotheenstraße / Maria-Louisen-Straße wird die erste Apotheke eröffnet

Um 1900 beginnt der Villenbau an der Alster und ihren Seitenarmen. Aber auch Mietshäuser, Straßen und Brücken entstehen in immer schnellerer Folge.

1901 kauft der Staat den Bauern den nachgebliebenen Rest ihrer Ländereien ab, an Wiesen und Feldern wurde vieles dem Stadtpark zugeschlagen.

1902 Schule an der Barmbeker Straße

1906 Schule in der Alsterdorfer Straße

1906 die röm. - kath. Gemeinde erwirbt an der Alsterdorfer Straße ein bis zum Lattenkamp durchgehendes Grundstück.

Das Postamt 39 wird am 1. 5. 1908 eröffnet

1910 Schule an der Forsmammstraße

1911 unterrichten an vier Winterhuder Schulen 91 Lehrer und 57 Lehrerinnen 115 Klassen

27. August 1911 wird die römisch-katholische St. Antoniuskirche am Lattenkamp/Alsterdorfer Straße 73 geweiht mit katholischer Gemeindeschule, Pfarrhaus und Schwesternhaus

seit 1912 fährt die Hochbahn in die Innenstadt (Winterhuder Stationen: Sierichstraße, Borgweg)

am 17. 3. 1912 wird die evangelisch-lutherische Matthäuskirche Ecke Krohnskamp / Gottschedstraße eingeweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Winterhude keine eigene Kirche, sondern 

1913 wird mit Kanalisierung der Alster zwischen Eppendorf und Fuhlsbüttel begonnen (Baudirektor Fritz Schumacher)

1914 wird die Linie Kellinghusenstraße- Ohlsdorf mit den Bahnhöfen Hudtwalckerstraße und Lattenkamp in Betrieb genommen.

am 1. 7. 1914 wird den Hamburger Bürgern der 180 ha große Stadtpark übergeben (Baudirektor Fritz Schumacher) Auf der höchsten Stelle (+ 26 nm H.N.) steht der 57 m hohe Wasserturm, gebaut nach dem Entwurf des Architekten O. Menzel aus Dresden.

Kurz vor dem 1. Weltkrieg wird die Fahrbrücke nach Eppendorf wegen Baufälligkeit abgebrochen. Die neue Brücke, ein einziger Eisenbogen auf steinernem Widerlager wird jedoch erst nach dem Krieg fertig. 

1920 gibt es 108 Bleicher und Wäscher in Winterhude

Am 27. 8. 1921 wird die neue Brücke zwischen Winterhude und Eppendorf den Fußgängern, am 24. 9. dem Wagenverkehr übergeben.

1921 wird der Dichter Wolfgang Borchert in Hamburg geboren

Einwohnerzahlen:

1709: 100

1810: 238, 
1834: 325
1838: 380

1880: 2.989

1885: 3.775

1890: 7.426

1894: 10.830

1895: 11.327

1913: 40.016

1920: 44.722

2000: 48.653

Gaststätte Braband in Hamburg-Winterhude 1983 (74509 Byte)

Gasthaus Brabant, erbaut ca. 1860 

 

1926 Kanalisierung der Alster abgeschlossen WBV (28) Schiffbarmachung bis zum Stadtpark

1926 Freibadeanstalt Lattenkamp

1929 wird die Jarrestadt, gebaut (Fritz Schumacher legt das Straßennetz für den geplanten Neubau von 1.800 Wohnungen fest, unter der Regie von Karl Schneider und 20 Architekten entsteht ein kleiner geschlossener Stadtteil

1. Juli 1941 wird die Güterumgehungsbahn in Betrieb genommen

1947 kurz vor seinem Tode schreibt der geborene Hamburger der Dichter Wolfgang Borchert in der Carl-Crohn-Straße das weltberühmte Kriegsheimkehrerdrama "Draußen vor der Tür" innerhalb von acht Tagen nieder. 

1967 die Geschäftsstadt "City Nord" fertiggestellt (120 Hektar Bürostadt, 1976 arbeiten hier 20.000 Menschen, vorher lebten hier 4.300 Menschen in Behelfsheimen und Lauben im Grün ihrer Gärten.

Der Straßenzug Braamkamp / Deelböge wird am 24. November 1971 für den Verkehr freigegeben.

M. Opitz

Es wird weiter gebaut!